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Mach es zu deinem Projekt

30. Juni 2010

Ich hatte neulich mal wieder eine Diskussion über die Nutzung von Facebook und wie man darauf Inhalte verbreiten kann. Es gibt verschiedene Möglichkeiten neue Informationen regelmäßig automatisiert bereitzustellen. So lässt sich Facebook Prima mit dem Blog, Posterous, Tumbler, YouTube oder Twitter  verbinden oder darauf neue Foto von Flickr hinzufügen.

Man kann ja die Tweets von twitter und die Blder von Flickr…

Kann man… Meine Meinung dazu ist allerdings gespalten.

Facebook ist ein großartiges Tool um Beziehungen zu Pflegen, Kontakt zu Kunden zu halten oder aufzubauen und um Neuigkeiten aus dem eigenen Unternehmen zu verbreiten. Da spielt für mich die Persönlichkeit der Beiträge eine große Rolle. Warum sollte ich einen Beitrag “liken” oder sogar kommentieren wenn er automatisch erstellt wurde? Velleicht wird der Kommentar ja noch nicht mal gelesen!? Ganz im Gegenteil. Bei mir — und wie ich aus vielen Gesprächen darüber erfahren habe anderen auch — sind soweit alle Aggregationstools und sogar ein paar User, die nur automatisiert Inhalte verbreiten,  geblockt.

Facebook als Newsaggregator? In spätestens einem Jahr so nervig wie “Glücksnüsse”, Farmville”, “Wer hat dich geküsst” oder unerwünschte Telefonanrufe – nur leichter zu auszublenden.

Facebook ist eins der größten Marketingtools dass uns dass social-web zur Hand gibt und so sollte es auch benutzt werden — per Hand!

Ich freu mich übrigens auf die Session/Diskussion “Hand auf’s Herz: Social Media Handarbeit vs. Automatisierungswahn“ von Klaudia am 3.7. auf dem stARTcamp in Essen.

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint… Mach es zu deinem Projekt

P.S. Dieser Artikel wurde per Hand bei Facebook und Twitter verlinkt, es funktioniert ;)

Oliver Allgemeines , , ,

Ich folge dir bis in den Tod

9. Juni 2009

Neulich wurde “unsere Generation” die Generation C64 genannt.

Irgendwie ist da was wahres dran. Ich hatte erst einen C64, dann ein Mofa, dann lange Ärger mit der Polizei und dann irgendwann einen PC. Darum geht es aber gar nicht. Damals war eh alles anders. Man schrieb Spiele noch von 30 DIN A4 Blättern ab oder tauschte Datasetten auf dem Schulhof. Allein die Tatsache das die Firefox Rechtschreibprüfung “Datasette” nicht kennt finde ich erschreckend. Der Durchbruch kam erst viel später. Das Internet wurde erfunden. Aber darum geht es hier auch nicht.

Erst in diesem Jahrzehnt kamen dann die ganzen Social Media Plattformen, auf manchen ich natürlich angemeldet bin. Das ist jetzt gerade mal ein paar Jährchen so aber trotzdem nicht mehr wegzudenken.

Schließlich ist mir was aufgefallen:

Wir sind die erste Generation die mit Social Media ALT wird und wir werden irgendwann unsere Follower, Xing-Kontakte und Facebook-Freunde sterben sehen…

Es ist der 5.7.2069 – ich werde heute 97 Jahre alt. Nach dem aufstehen muss ich mich wie immer erstmal sortieren und schalte den “Computer” ein.
Ich habe 260 neue nachrichten auf Facebook.

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Lauri und Sofie – meine beiden Kinder – fragen wie es mir geht. Angerufen haben sie schon lange nicht mehr. Mir gehts gut. Eine Nachricht ist von Vivien – meiner Frau. Schön das sie im Heim Internet haben, sonst hätten wir gar keinen Kontakt mehr. In der 3. Nachricht teilt Facebook mir mit, das Michael, den ich vor 30 Jahren auf einem Barcamp kennengelernt habe, gestorben ist und ich noch 5 Tage habe noch ein letztes mal auf sein Profil zu schauen.

Mach ich und lass grüße da – wer weiß.

Schon wieder einer… Meine Freundesliste wird immer kürzer… Der Rest sind Geburtstagsgrüße von meinen verbliebenen Freunden und Leuten die ich gar nicht kenne.

twitter-home_124456738395Dann schau ich mal bei Twitter vorbei. Twitter ist die einzige Informationsquelle die noch zeitnah berichtet. Paper gibt’s ja schon lange nicht mehr und alle anderen Dienste spiegeln eh nur das wieder was sie auf Twitter kumulieren.

Es waren mal wieder Wahlen und die CDU ist immer noch an der Spitze und Horst-Kevin Westerwelle von der Leyen wird König. Deutschland wird sich nie verändern. Immerhin haben die Piraten die Grünen überholt, das ist ja schon mal was. Twitter ist gut. Hier verbring ich meinen Tag. Ich kann ja eh nicht mehr raus.

Ich kenne zwar nur 1% meiner follower persönlich, aber das macht nichts.

Es ist einfach gut nicht alleine zu sein.
Sascha Lobo schreibt irgendwas von “Epic Fail” und Robert Basic geht mal wieder ins Kino… Alles wie immer, das gefällt mir. Nur “Der Alte Griesgram” heißt jetzt anders – warum auch immer.

Morgen kommt Klaudia – eine alte Freundin vorbei und zeigt mir was neues von Google. Irgendwas von “World domination Services” hat sie erzählt – ich bin gespannt…

Oliver Allgemeines, Leben , , ,