Hast du mal 10 Minuten Zeit?

28. Mai 2011

Sollte eigentlich ein Kommentar zu Frank’s Artikel werden – ich habe die Gelegenheit genutzt um doch mal wieder einen Blogartikel zu schreiben – kostet ja auch nur 10 Minuten.

Ich hab mir die 10 Minuten genommen diesen Film zu sehen. 10 Minuten sind nicht viel aber in der heutigen Zeit und in den Berufen in den wir leben schon sehr schnell weg. Aber es sind genau diese 10 Minuten die es braucht einem alten Freund Anzurufen und zum Geburtstag zu gratulieren oder der Familie die neue Telefonnummer durchzugeben. Statt dessen gratuliert man nur kurz auf Facebook und ärgert sich einen Tag später darüber das man nicht angerufen hat. Hätte ja nur 10 Minuten gedauert.

Das Video hat mich gefesselt und und irgendwie schockiert. In der Gelassenheit dieser Kultur, die für einen Buchstaben länger braucht als wir für einen Tweet oder um ein Foto um die Welt zu schicken und der Tatsache das es mir schwergefallen ist, in den 10 Minuten nicht aufs iPhone zu gucken.

Manchmal wünsche ich mir genau diese Entschleunigung ein wenig. Aber Abschalten? Niemals. Höchstens den Fernseher. Dafür habe ich in diesen Sozialen Netzen viel zu viele Freunde. Und ja, ich sage Freunde weil es Freunde sind. Klar, man sieht sich nicht so oft wie man früher andere Freunde gesehen hat – aber man weiß viel mehr über sie als man von den anderen jemals erfahren hat.

Denn manchmal reichen 140 Zeichen einfach aus um dir die Welt zu erklären.

Allgemeines

Berlin 2.0

19. Dezember 2010

Ich muss mal was loswerden, was mir seit zemlich genau einer Woche durch den Kopf schwirrt.

Ich war letztes Wochene in Berlin und habe den Goldenen Biene Award für die http://stiftung-lebenshilfe.org Webseite gewonnen. Diesen Award bekommen nur Webseiten die durch Ihre Gestaltung, Programmierung und Texte extrem gut von Menschen mit Behinderungen benutzt werden können. Aber das nur am Rande.

Eigentlich geht es mir um den Abend danach. Man tingelt durch Berlin und irgendwie tut sich über Steph, mit der ich unterwegs war, eine Einladung zu einer WG Party auf. Ok, kenn ich. WG Partys sind immer gut. Also Wein, Kippen und Spinatschorle gekauft und ab nach irgendwo in Berlin zu irgendwelchen Leuten.

Es war ein unglaublich schöner Abend in einer ziemlich geilen WG am Rande von Berlin. Ich habe mich mit vielen Leuten unterhalten, gegessen, Musik gehört, geraucht, getrunken und gelacht.

Bis zu einem Zeitpunkt. Genau dem Zeitpunkt an dem mir bewusst wurde:

Ich bin auf einer Party
- von dem Kumpel von jemand
- den die Steph über Twitter kennt
- die ich wiederum über Twitter kenne….

Der Nachbar eines Schwagers ist im Vergleich dazu ein enger Verwandter!!!

Jetzt heißt es Zähne zusammenbeißen und nicht darüber nachdenken. Weiter im Takt. Mehr trinken, mehr reden und so tun als wär das normal. Mich kennt ja eh keiner und die anderen denken bestimmt das mich schon irgendjemand kennt. Warum wäre ich sonst da? Im Gespräch mit Peter, dem ich schon lange auf Twitter folge ist mir bzw. uns klar geworden, das wir uns zwar auf Twitter folgen – uns aber nicht besonders gegenseitig wahrnehmen. Wie in einer 30 Jährigen Ehe. Man liest sich halt - perzeptiv.

Mir stellt sich jetzt die Frage: Ist das normal? Ist das Berlin? Ist das Twitter? ist das 2010?

Ich freue mich auf Antworten von Steph, Peter und Walter, die ich mittlerweile viel intensiver wahrnehme und sehr zu schätzen weiß.

Danke für den Tollen Abend.

Leben

Ich hasse euch

9. Dezember 2010

Das geht an Twitter:

Ich hasse euch, weil ich bei öpnv Meldungen in der Zeitung immer noch mal nachlesen muss ob das nicht doch vielleicht öpve steht.

Ich hasse euch, weil ich Bauer sucht frau gucke nur um euren dummen Kommentare zu lesen.

Ich hasse euch, weil ich mehr einbuchstabendanebentiere kenne als echte.

Ich hasse euch, weil ich Montags immer eine Stunde eher aufstehe nur um eure Montagstweets zu lesen.

Ich hasse euch, weil ich 600km fahre nur um ein paar von euch zu treffen.

Ich hasse euch, weil ich bei meinen Freunden immer das gelbe Sternchen suche.

Ich hasse euch, weil ich nachdem das Laptop aus ist, immer sofort zum iPhone greife um nur noch “einmal” kurz reinzugucken.

Ich hasse euch, weil ich nie wieder Penis sagen kann ohne ein “gnihihi *klingklingkling*” hinterherzuperformen.

Ich hasse euch, weil ich in Test-Mails jetzt “asdfgh” statt “qwertzu” schreiben muss.

Ich hasse euch, weil ich Verträge zwanghaft nur noch mit “aus Gründen…” kündigen kann.

Ich hasse euch, weil ich auf Partys immer zuerst nach Steckdosen statt nach Freunden ausschau halte.

Ich hasse euch, weil meine Antwort auf alle Fragen “steht doch bei Twitter” ist.

Ich hasse euch, weil mir die Nazipornkartoffel nicht mehr aus dem Kopf geht.

Ich hasse euch, weil alleine Trinken endlich wieder spaß macht.

Ich hasse euch, weil ich gerade ein blaues T-Shirt mit einem Scheiß rosa Engel drauf trage.

Und jetzt hasst mich.

Allgemeines, Leben

Mach es zu deinem Projekt

30. Juni 2010

Ich hatte neulich mal wieder eine Diskussion über die Nutzung von Facebook und wie man darauf Inhalte verbreiten kann. Es gibt verschiedene Möglichkeiten neue Informationen regelmäßig automatisiert bereitzustellen. So lässt sich Facebook Prima mit dem Blog, Posterous, Tumbler, YouTube oder Twitter  verbinden oder darauf neue Foto von Flickr hinzufügen.

Man kann ja die Tweets von twitter und die Blder von Flickr…

Kann man… Meine Meinung dazu ist allerdings gespalten.

Facebook ist ein großartiges Tool um Beziehungen zu Pflegen, Kontakt zu Kunden zu halten oder aufzubauen und um Neuigkeiten aus dem eigenen Unternehmen zu verbreiten. Da spielt für mich die Persönlichkeit der Beiträge eine große Rolle. Warum sollte ich einen Beitrag “liken” oder sogar kommentieren wenn er automatisch erstellt wurde? Velleicht wird der Kommentar ja noch nicht mal gelesen!? Ganz im Gegenteil. Bei mir — und wie ich aus vielen Gesprächen darüber erfahren habe anderen auch — sind soweit alle Aggregationstools und sogar ein paar User, die nur automatisiert Inhalte verbreiten,  geblockt.

Facebook als Newsaggregator? In spätestens einem Jahr so nervig wie “Glücksnüsse”, Farmville”, “Wer hat dich geküsst” oder unerwünschte Telefonanrufe – nur leichter zu auszublenden.

Facebook ist eins der größten Marketingtools dass uns dass social-web zur Hand gibt und so sollte es auch benutzt werden — per Hand!

Ich freu mich übrigens auf die Session/Diskussion “Hand auf’s Herz: Social Media Handarbeit vs. Automatisierungswahn“ von Klaudia am 3.7. auf dem stARTcamp in Essen.

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint… Mach es zu deinem Projekt

P.S. Dieser Artikel wurde per Hand bei Facebook und Twitter verlinkt, es funktioniert ;)

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Ich, die SM-Nutte

20. Juni 2010

Schön, ihr steht also auf populistische Überschrifen, da muss ich uch jetzt aber leider enttäuschen, denn SM steht in diesem Fall nur für “Social Media” ;)

Ich hab zwar nur etwas über 1000 Follower aber ich werde trotzdem ständig gebeten mal irgendwas zu twittern. Kannst du mal hier, stell das doch mal vor, machste mal ne Umfrage, frag doch mal bei Twitter usw… Mach ich aber nicht. Mein Twittername “echt” steht mittlerweile für mich. Ich bin echt und twitter eigentlich immer genau das was ich gerade denke, mache, wo ich bin oder mit wem ich unterwegs bin – auch wenn diese tweets nicht immer “gesellschaftlich anerkannt” sind ;) Das sind dann aber auch die einzigen tweets die ich am nächsten morgen wieder lösche ;)

Ebenso wenig mache ich bei irgendwelchen iPad oder sonst welchen “retweet to win” Gewinnspielen mit. Mir sind meine follower sehr wichtig. Ich mag jeden einzelnen – den einen wegen interessanten links zu allen möglichen Themen, die anderen wegen ihrer Öpnv tweets und eine relativ kleine aber meine liebste Gruppe wegen Ihrer “Ästhetisierung der Nabelschau“.

Gestern bin ich jedenfalls auf eine geniale Marketingidee von Vodafone gestoßen und musste den Link dazu einfach twittern – warum? Nicht das ich Vodafone besonders mag, es ist eher so eine Zwangsehe – aber bei der Aktion kann man eine lebenslanges Flatrate gewinnen. Die Chancen stehen für alle gleich, jeder der mitmacht kann diese Flatrate gewinnen. Dazu gibt es für jeden einen kleinen Gewinn z.B. eine 3 Monats Flatrate für’s Handy.

ABER

Gewinnt jemand, der meinen Link geklickt hat, eine Flatrate, bekomme ich automatisch auch eine. Ich finde das genial. Social Media an der MLM-Grenze. Genau deshalb hab ich ihn getwittert und danke allen die mitgemacht haben! Vielleicht gewinnen “WIR” ja!

Dieser Blogbeitrag ist weder von Vodafone gekauft noch gesponsert ergo erhöht er nicht meine Chance am Gewinn.

Ich danke der Academy!

Allgemeines

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